Neulich hatten wir in den Kommentaren mal die
Diskussion, ob Adventisten es besser machen würden, wenn sie an der Macht wären. Gewissensfreiheit war das Thema. Jetzt kam gerade eine
Nachricht rein, die beiden Seiten wohl Munition liefert.
Die Freikirchenleitung hat sich gegen die Bestrafung von Homosexuellen in Uganda ausgesprochen und die Freiheit und Gleichheit aller Menschen betont. Super, da sieht man, dass obwohl wir als Freikirche Homosexualität nicht befürworten, wir dennoch für die Freiheit dieser Leute "kämpfen".
Das Problem an der Sache ist, dass dieses Statement von der Kirchenleitung in USA kam und eine Reaktion auf ein Statement des Vorstehers von Uganda darstellt, der wohl offensichtlich ein Gesetz zur Inhaftierung von Homosexuellen unterstützt hat. Blöd. Immerhin war er gegen die Möglichkeit der Hinrichtung von Homosexuellen.
Fazit: Wären wir als Adventisten besser? Manche ja, manche nein. Hängt sicher auch von der Kultur ab, in der der Adventist lebt. Und das bringt die Frage mit sich, was die unterschiedlichen Kulturen für unsere Zukunft als weltweite Freikirche bedeuten. Die Meldung schließt nämlich mit der Info, dass in Uganda 200000 Adventisten leben. Da dürfte sich ganz Westeuropa schwer tun, die zu überstimmen - in Atlanta zum Beispiel.
Update: Jetzt wird auch Amnesty International gegen diesen Gesetzesentwurf aktiv. Wer also die Freikirchenleitung unterstützen möchte: hier klicken.