Montag, 11. Januar 2010Atlanta 2010Trackbacks
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Für mich stellt sich die Frage, wieviele Leute tatsächlich vom Fliegen Abstand nehmen müssten, damit sich etwas ändert. Wenn nur ich heuer nicht nach Teneriffa auf Urlaub fliege, wird ja der Flug nicht gestrichen. Die CO2 Belastung der Atmosphäre durch Flugverkehr bleibt also gleich. Außerdem ist es fraglich, ob in unserer globalisierten und vernetzten Welt das Fliegen so reduziert werden kann, dass sich tatsächlich am Klimawandel was ändert. Wieviel ist der Mensch bereit aufzugeben, um seinen Planeten zu retten, von dem er nicht einmal spürt, dass er bedroht ist? Wäre es in diesem Fall nicht sinnvoller (vielleicht sogar einfacher) einen Brennstoff zu entwickeln, der die Umwelt nicht belastet? Was, wenn es ihn schon gibt, aber nicht eingesetzt wird, weil die Öl-Lobby zu stark ist? Wieviel Hoffnung gibt es noch, wenn ein Klimagipfel nach dem anderen scheitert? Wann werden wir aufwachen?
Stimmt schon: Idealisten, die die Welt retten wollen gibt es zu wenige. Mit dem Fliegen werden die Leute erst aufhören, wenn es zu teuer wird. Das wird es zum Beispiel, wenn weniger Leute fliegen - und egal wieviele es braucht, am Ende sind selbst 1387231 Menschen nur eine Summe von Einzelentscheidungen, die sich nicht damit rausgeredet haben, dass sie nichts ändern können.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch eine Minderheit politisch soviel Einfluß gewinnen kann, dass sich Dinge verändern. Autofahren ist durch die Ökosteuer deutlich teurer geworden. Der Atomausstieg war bis September beschlossene Sache. Alles aufgrund von Umweltaktivisten, die bei der Wahl nur 8% der Bevölkerung hinter sich hatten. Kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber es geht. Hätten die paar Hanseln damals bei ihrem Gründungsparteitag gesagt, wir können eh nix machen, wäre das alles nicht möglich gewesen.
du hast vollkommen recht.... ich glaube, dass der springende Punkt die Aufmerksamkeit der Medien ist. Wenn du die bekommst, hast du fast schon gewonnen!
Kennst du schon die Yes-Men? Falls du mal Zeit hast, schau dir mal ihre Homepage an: theyesmen.org....... gehn echt ab, die Typen.
Ich stimme euch beiden zu, gestehe aber gleichzeitig, dass ich auch gern fliege - und zwar innerhalb von Deutschland. Ich lebe in Herne, möchte nach Bayern. Ohne Bahncard zahl ich für Hin- und Rückfahrt 240 €... Fahre ich mit dem Auto, bin ich auch bei 120 € dabei. Fliege ich, zahl ich 100 €, bin aber in 1 Std in München...
Die Relationen stimmen einfach überhaupt nicht - Fliegen und Auto fahren müsste sch.. teuer sein und die Bahn günstig. Eigentlich liebe ich das Bahn fahren - aber für den Preis einfach unmöglich, selbst für mich als Verdiener... Was machen wir also mit der Bahn???
@Carsten, Sven: Natürlich bringt die Aufmerksamkeit der Medien etwas, aber die Frage ist doch für mich vielmehr, wie man die Leute motivieren kann... Ein weiterer Bericht darüber, dass die Polkappen schmelzen bringt's doch echt nicht mehr!
Flugkosten zu erhöhen wird die Wirtschaft noch weiter runterdrücken, da viele Firmen aufs Fliegen angewiesen sind - wenn also die Flugkosten steigen, steigen auch ihre Preise. Das wirkt sich dann aus bis auf die Lebensmittel die von irgendnem Land importiert werden. Die weiteren Folgen möchte ich gar nicht ausmalen - die Hartz IV Leute können doch jetzt schon kaum überleben, wie sollen sie das dann erst bei noch höheren Preisen... Ich sag dazu nur: Ein kleiner Schritt für die Umwelt, ein großer für die Armut! Ich fände es eher wichtig, die Leute zu motivieren. Ich kann z. B. diese ganzen Szenarien nicht mehr hören... Die Berechnungen und Darstellungen wie unsere WElt in 10,20 Jahren aussehen wird. Das geht mir einfach nur noch auf die Nerven und ich kenne aus meinem Bekanntenkreis einige, denen es ebenso geht... Vor allem - woher will ich wissen, dass es wirklich in ein paar Jahren so ist, wie es immer dargestellt wird? Die Wissenschaftler haben sich doch auch schon früher in ihren Berechnungen geirrt, so wie viele Christen mit der Wiederkunft Jesu. Vielleicht ist das alles nur Panikmache. (Ich meine den letzten Satz jetzt nicht ernsthaft, ich glaube schon, dass die Lage ernst ist, aber mich nerven diese Appelle mittlerweile genauso sehr wie manche Predigten mit Verschwörungstheorien und über die Wiederkunft Jesu). Warum können wir nicht anders Werbung für eine gesündere Welt machen, als nur mit diesen Weltuntergangsszenarien? Wäre es nicht besser, zum Beispiel den Leuten zu zeigen, wie sich die Lebensqualität bessern würde (schon jetzt), wenn man Obst vom Biobauern kauft, oder zum Laden geht anstatt zu fahren oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Warum immer auf die Zukunft der Kinder und Enkel hinweisen, wenn man jetzt schon eine Verbesserung erfahren könnte durch eine Veränderung des Lebensstils? Noch ein letzter Gedanke: Schon Hitler wusste, dass man bei Erwachsenen nicht mehr viel ändern kann. Deshalb war es ihm wichtig, die Kinder und Jugendliche entsprechend seiner Ideologie zu formen. Wenn man also bei den Familien nicht mehr viel erreicht, warum wenden wir uns dann nicht verstärkt an die Kinder und Jugendlichen? Damit wäre zumindest schon etwas erreicht.
jetzt weißt du warum ich lehrer geworden bin.... um kinder und jugendliche zu erreichen. Obwohl ich nicht so drauf stehe mit hitler verglichen zu werden...
Das kann ich verstehen... Mir ist halt grad kein besserer Vergleich eingefallen
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Und, fliegst du auch hin? 
